Die Höhle Kinski

Bevor sich Werner Herzog in seiner jüngsten Dokumentation in die französische Chauvet Höhle wagte, stieg er zwölf Jahre zuvor einen anderen Abrgund hinab – einen menschlichen – den des Klaus Kinski. In der Dokumentation Mein liebster Feind porträtiert der Regisseur seine Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Schauspieler, und wie sich diese gestaltete, lässt sich noch bis Sonntag auf Arte+7 online nachverfolgen, oder Mittwoch Nachts kurz vor 2 Uhr in der Wiederholung im TV auf demselben Sender, wobei die Online-Variante wohl von allen non-Nosferatus bevorzugt wird.

Blicke nach Bochum

Blicke LogoSetzen wir unseren Filmfestival-Reigen gekonnt fort. Diesmal geht es nach Bochum und zwar ins Kino Endstation, wo in der kommenden Woche das blicke – filmfestival des ruhrgebiets stattfinden wird. Es beginnt am Donnerstag, dem 24. November, und endet keine vier Tage später am Sonntag.

Es ist bereits die 19. Ausgabe des Filmfestivals mit lokalem Fokus und zeigt über 30 lange wie weniger lange Filme aus den Bereichen Animation, Dokumentation, Experimental und Fiktion Filmschaffender aus NRW.

Positiv aufallend ist, dass die Filme – mit Ausnahme der Kinder- und Jugendblicke – zu Zeiten gezeigt werden, die man sich auch als nicht im Filmbetrieb tätiger genehmigen kann. Ein genaueres Bild verschafft der Internetauftritt, auf dem als nicht primär informatives Highlight ein Blog das Festival begleiten wird, und der handelsübliche PDF-Flyer.

Filmwochen-Ende Wochenende

Da besuchte ich im Rahmen der Vorbereitungen zu diesem Blog am Anfang der Woche und immer mal wieder zwischendurch die Webseiten des Duisburger Filmforums, stolperte gestern aber nur offline auf dem Weg zum Duisburger Hauptbahnhof über ein Schild, das die aktuell ausklingende Woche zur 35. Duisburger Filmwoche in eben jenem Filmforum deklariert. Wer kann auch schon erwarten, dass im Online-Auftritts des Kinos, in dem das Festival in diesem Jahr unter dem Motto “Stoffe” stattfindet, Informationen zu eben jenem Festival zu finden sind.

Wie es sich für ein ordentliches Filmfestival gehört, nimmt es bei den Spielzeiten weniger Rücksicht auf die nicht im Filmbereich arbeitende Bevölkerung, so dass sich das Wochenende anbietet, um eben jener Bevölkerung einen Blick zu gönnen. Netterweise gibt es am Samstag als Highlight die Preisverleihung und am Sonntag die Wiederholung ausgewählter Preisträgerfilme, so dass nicht alles verpasst zu sein scheint.

Das Programm des Wochenendes im Detail:

Samstag 12. November

  • 10:00 Uhr – Kampf der Königinnen
  • 12:00 Uhr – Emscher-Skizzen
  • 13:00 Uhr – Anna Pavlova lebt in Berlin
  • 15:30 Uhr – Vaterlandsverräter
  • 20:00 Uhr – Preisverleihung der 35. Duisburger Filmwoche
  • 21:00 Uhr – Die Schlacht an der Somme

Sonntag 13. November

  • 12:00 Uhr – Die Tage der Roten Engel – Geschichte einer Rock-Generation
  • 15:00 Uhr – Ausgewählte Preisträgerfilme der 35. Duisburger Filmwoche
  • 15:30 Uhr – doxs! kino (Dokus für Kinder & Jugendliche)

Weiteres, vor allem zum Festival selbst sowie Diskussions-Protokolle der gezeigten Filme zum Nachlesen (das Archiv reicht bis ins Jahr 1977 zurück), auf der Festival-Webseite.

Cine en Español – Ciñol

Es wurde zwar bereits die Halbzeit eingeläutet, und wer erst jetzt zuschaltet, hat die Filme La piel que habito – Die Haut, in der ich wohne, AzulOscuroCasiNegro – dunkelblaufastschwarz und Eine Perle Ewigkeit verpasst, doch drei der sechs Titel, die vom Essener Filmstudio und dem Eulenspiegel im Rahmen der Reihe Ciñol gezeigten, zeitgenössischen, spanischsprachigen, untertitelten Filme stehen noch aus.

Als da wären:

Wie so oft gibt es einen PDF-Flyer für an weiteren Informationen Interessierte.